Digitale Parkraum-Systemarchitektur – was ist das?

Die Branche der Parkraumbewirtschaftung agiert in Deutschland bislang überwiegend analog. Zu den klassischen Elementen einer analogen Parkraumbewirtschaftung zählen etwa Schrankenanlagen mit physischen Parktickets.

Die Branche der Parkraumbewirtschaftung agiert in Deutschland bislang überwiegend analog. Zu den klassischen Elementen einer analogen Parkraumbewirtschaftung zählen etwa Schrankenanlagen mit physischen Parktickets. Diese sind leicht zu installieren und auf den ersten Blick kostengünstig im Unterhalt. Jedoch erhalten immer mehr digitale Produkte und Serviceleistungen Einzug in bestehende Strukturen. Die Digitalisierung des Parkraummanagement bringt nicht nur zahlreiche Vorteile mit sich, sondern eröffnet den Betreibern von Parkflächen und deren Nutzern zudem völlig neue Möglichkeiten.

Kernstück einer digitalen Parkraum-Sytemarchitektur bilden Systeme zur automatischen Fahrzeugidentifizierung wie zum Beispiel eine optische Kennzeichenerfassung. Wird auf einer Parkanlage eine solche Technik installiert, sind betreuungs- und wartungsintensive Schrankenanlagen obsolet. Beim Befahren und Verlassen der Parkfläche wird mithilfe von Kameras und WiFi Hotspots das Kennzeichen des Fahrzeugs sowie die Uhrzeit erfasst und für den späteren Abgleich in der Cloud gespeichert. Dies ermöglicht bei gebührenpflichtigen Parkflächen eine minutengenaue Abrechnung. Zudem ist transparent und sicher zu jeder Zeit nachvollziehbar, welches Fahrzeug sich auf welcher Parkfläche befindet. Die Bezahlung erfolgt bequem und bargeldlos über das Smartphone. Hierbei besteht außerdem die Möglichkeit, das Bezahlsystem in bestehende Kunden-Apps einzubinden, etwa bei Einkaufszentren, Hotels oder Fitnesscentern.

Eine wichtige Rolle spielen dabei natürlich auch die Themen Datenschutz und Datensicherheit. Die auf einer Parkfläche gesammelten Daten werden lokal gespeichert und nach Ausfahrt des Kunden wieder gelöscht. Mit Hilfe des Systems kann zu jeder Zeit nachvollzogen und kontrolliert werden, wer wann auf welche Daten Zugriff hat und welche Durchlaufstationen diese nehmen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Kundendaten absolut sicher sind.

Die Digitalisierung der Technik, Organisation und Bezahlung im Parkraummanagement führt außerdem zu einer erheblichen Reduzierung des Verwaltungsaufwandes und macht umweltschädliche Papier- oder Plastiktickets, Parkscheiben und einen Großteil der Parkautomaten überflüssig. Ein weiterer Vorteil einer digitalen Infrastruktur ist, dass diese beliebig erweitert und optimiert werden kann. So ersetzen beispielsweise digitale Beschilderungen oder eine digitale Parkplatzzuweisung die lästige Suche nach einem freien Parkplatz, Parktarife und -zeiten können dynamisch an individuelle Gegebenheiten angepasst und mit Bonusmodellen kombiniert werden und unberechtigt parkende Fahrzeuge lassen sich effektiv und kostengünstig identifizieren.

Zahlreiche Nachteile analoger Parksysteme lassen sich durch den Einsatz digitaler Technologien aushebeln. Wo sich heute zu Stoßzeiten noch Rückstaus vor Schranken bilden, werden Verkehrsströme in Zukunft dynamisch geleitet. Der Fokus kann auf die individuellen Bedürfnisse und Nutzungszeiten der Parker gelegt werden, wodurch eine optimale Belegung der verfügbaren Stellplätze erreicht werden kann (z.B. Stellplätze von Mitarbeitern, welche sich auf Geschäftsreise oder im Urlaub befinden).

Alles in allem, machen es digitale Parkraum-Systemarchitekturen also möglich, Parkflächen mit schlanken Modulen effektiv zu strukturieren, Bewegungsabläufe zu optimieren und gleichzeitig dem Autofahrer einen komfortablen Service zu bieten.

© 2019 Parkraum-Management PRM GmbH

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